Windeck-Leuscheid, im November 2018

Bücher

»Effizient lesen: das Know-how für Zeit- und Informationsgewinn«, von den Eheleuten Rotraut Hake-Michelmann und Walter Uwe Michelmann in den Jahren 1991 bis 1994 verfaßt, erschien erst, nachdem Prof. Dr. Dietrich Dörner vom Lehrstuhl Psychologie II der Otto-Friedrich-Universität Bamberg - als Mann vom Fach darum gebeten - im September 1994 ein freundliches Geleitwort geschrieben hatte.
 

In der Folge mußte er gelegentlich auf Anfragen von Studierenden antworten. Hier ein Beispiel:

 


Autoren: Rotraut Hake-Michelmann und Walter Uwe Michelmann, Wiesbaden 1995; Nachdruck 1998. Aus dem Verlagstext GABLER: »Jeder kann selbst anhand der physiologischen und neurologischen Funktionsmodelle der Kulturtechnik Lesen die Bedingungen seines beruflichen Lesens gestalten. Das Geleitwort zu EFFIZIENT LESEN schrieb Prof. Dr. Dietrich Dörner (Lehrstuhl Psychologie II Bamberg), der den Leibnizpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhielt.«



Ausschließlich Endabnehmende können Einzelexemplare der Originalausgabe zum ursprünglichen Ladenpreis von 40 €, inklusive Versand, beim Buchverlag L.I.E.S. bestellen. Bei telefonischer Bestellung 02292/1613 erhalten Interessierte kostenfreie Beratung, ob sich dieses oder ein anderes Buch für den jeweiligen Zweck eignet.








Das 1991 bis 1994 von Rotraut Hake-Michelmann und Walter Uwe Michelmann verfaßte Ratgeberbuch mit dem Titel »Effizient lesen« (1995 im Wiesbadener Gablerverlag erschienen, 1998 in Lizenz bei Rowohlt) ist 2010 in Lizenz vom L.I.E.S.- Verlag für das berufliches Lesen mit dem Titel »Effizient und schneller lesen« im Kölner Verlag ANACONDA als sorgfältig überarbeitete, neu gestaltete und doch preiswerte Sonderausgabe für den Buchhandel erschienen.



Im Oktober 1998 erschien an ungewöhnlichem Ort, in dem Organ der Deutschen Transplantationsgesellschaft »Transplantationsmedizin« auf der 163., der allerletzten Seite im Heft - damit der Science Publisher, der das Schnell-Lesen »für ein Märchen« hielt, die Buchrezension vor dem Druck des Jahrbuchs problemlos wieder entfernen konnte - diese Präsentation hier, welche die Autorin freundlich genehmigte:

In der Transplantationsmedizin: Erste Hilfe bei Lesestörungen

Von Dr. med. Britta Uhde

Das 200-seitige, 1995 im Gabler-Verlag erschienene Büchlein richtet sich an alle, die beruflich viel lesen müssen und diese Tätigkeit optimieren möchten. Dies, so machen die Autoren, die sich seit Jahren mit dem schnellen und effizienten Lesen befassen, von vornherein klar, ist keinesfalls zu verwechseln mit dem Schnell-Lesen, dem Turbo-Lesen, bei dem Lesegeschwindigkeiten im Bereich des 10- bis 40-fachen der normalen Lesegeschwindigkeit erreicht werden und das aufwendig trainiert werden muß. Statt dessen werden in diesem Buch »Techniken und Strategien, effizient zu lesen« (S. 24) vermittelt, die man sich im Gegensatz zum Schnell-Lesen im Selbststudium erarbeiten kann. Die ausführliche Beschreibung finden Sie unter
www.effizientlesen.de



Der INHALT von »Effizient lesen«
  • 1. Zum Umgang mit diesem Buch: Das ist ein Lesebuch. Streifen Sie darin umher, und lesen Sie, wo Sie mögen. Suchen Sie sich aus, was Sie gebrauchen können.
  • 2. Zwei Lesegeschichten: Durch Lesenot und Lesestörung kamen die beiden Autoren - über manche Irrwege - zum effizienten Lesen.

KAPITEL I: Fakten zum Lesen

  • 3. Die Augen Gar nicht banal: Wer besser lesen will, muß gut sehen können.
  • 4. Wenn aber das Lesen Arbeit ist ... tritt der Spaß daran zurück. Doch darüber gibt es kaum Erkenntnisse.
  • 5. Was im Kopf passiert - wie kann man das messen? Ob jemand ein guter Leser ist, wer kann das beurteilen? Doch nur er selbst.
  • 6. Das Auge funktioniert wie eine Kamera. Die Analogie zum Fotoapparat hilft, das Sehen zu verstehen. Man darf sie aber nicht zu weit treiben.
  • 7. Mit fünf Grad Blickspanne - ein Fünfmarkstück sehen. Wie Sie Ihren Leseblick selbst berechnen können.
  • 8. Pünktchen, Pünktchen ... Oder: Was sehen wir lesend? Was die Augen können könnten, darüber gibt es viele Meinungen.
  • 9. Die berechenbare Größe Blick - ein Modell Die Blickspanne kann nicht erweitert werden - denn die Augen haben kein Weitwinkelobjektiv.

Zwischenbemerkung: Was ist das - ein Modell?
  • 10. Unsere Lesetheorie - und der Wörtersalat im Blick: Warum Sie sehr leichte Texte manchmal einfach nicht lesen können. An Konzentration mangelt es zumeist nicht.
  • 11. Die Augen blicken kreuz und quer. Zum Lesen eignen sich die Augen schlecht.

Zwischenbemerkung: Die Reiz-Hierarchie - Wem gehorchen unsere Augen?
  • 12. Der Lesemensch - ein Murmel-Tier: Wer liest, spricht mit. Und weil es nicht zu hören ist, glaubt es kaum jemand.
Rasch informiert: So lesen wir
  • 13. Lesen und Geschwindigkeit: Je heller das Licht ist, desto schneller blickt das Auge.
  • 14. Lesetempo ist gleich Sehtempo. Ein Blick, ein Wort: das natürliche Lesetempo.
Zwischenbemerkung: Unglaubliche Geschwindigkeit.
  • 15. Der Leseplatz: Mindestens 1 000 Lux - aber bitte blendfrei!
  • 16. Ergonomie - die Lesemedizin? Wir versuchen, die Ergonomie des Lesens zu entdecken.
  • 17. Computerfische stören beim Lesen. Bewegung macht das Lesen schwer.
  • 18. Kontraste lenken ab. Wenn im dunklen Leseraum grelles Licht den Text beleuchtet ...
Rasch informiert: Was beim Lesen stört.

Zwischenbemerkung: Ein wenig schneller stört.
  • 19. Sehen ist Datenarbeit im Kopf. Fernblick macht die Linse dünn: der Autofokus unserer Augen.

KAPITEL II: Ein Bild vom Text - das Textbild
  • 20. Textbild im Gespräch. Haben Sie das Wesentliche im Blick, verhandeln Sie stets mit Übersicht.
  • 21. Die Gedanken strukturieren. Prüfen Sie den Text auf Logik - mit dem Lesebild.
  • 22. Ihr erstes Bild vom Text. Textbilder erstellen Sie bereits vor dem Lesen: die Analyse wird profunder, der Informationsgewinn größer, das Leseziel sicherer erreicht.
  • 23. Wichtiges herausfiltern. Keine Panik, wenn nichts dabei herauskommt.
  • 24. Dialog über den Inhalt. So üben Sie, Textbilder herzustellen.
  • 25. Vom Einfall zum Schlüsselwort. So bringen Sie Struktur in Ihre Textbilder.
Rasch informiert: Textbild-Sorten.
  • 26. Textbild-Ergonomie gegen Textbild-Unfälle. Tips und Tricks für gute Textbilder.
KAPITEL III: Überblicken mit System
  • 27. Stapeln statt lesen? Diagonallesen nützt Ihrem Lesen wenig.
  • 28. Brauchen Sie Lesenachhilfe? SQRRR-Methode: für das Lernen vielleicht sinnvoll, für das Lesen sicher nicht.
Zwischenbemerkung: »Effektivizient?«
  • 29. 150 Seiten in 75 Sekunden. Unsere Alternative zum herkömmlichen Diagonallesen: das Überblicken mit System.
  • 30. Textbilder steuern punktuelles Lesen. Mit einem Buch strategisch vorgehen.
  • 31. Denken statt lesen. Nicht gleich loslesen, sondern taktisch vorgehen - mit dem Textbild.

KAPITEL IV: Lesen mit System
  • 32. Planvoll lesen contra Lesezwickmühle. Wie Sie mit viel Lesestoff umgehen, den Sie unbedingt durcharbeiten müssen.
  • 33. Erst denken - dann lesen. Noch mehr Lesetaktik.
  • 34. Lesen oder Lernen? Für Leseprofis keine Frage! Gut lesen heißt nicht: alles lernen. Lesen oder lernen Sie - aber lesen Sie nicht lernend.
  • 35. Der Finger als Suchgerät. Unvermutete Fähigkeiten stecken im Zeigefinger. Den Finger schwingend finden Sie wichtige Wörter.
  • 36. Daten, Fakten und (Lern-)Kartei. Exzerpieren und Markieren - wie Sie Ihre Texte besser behandeln.

Zwischenbemerkung: Vor dem Lesen zerlegen.

KAPITEL V: Souverän lesen

  • 37. Lesen ohne Hast. Eigentor Lesehast: Warum Sie nicht durch Texte hetzen sollten.
Rasch informiert: Im Teufelskreis der Lesehast.
  • 38. Das Notenlesen und die Sprachmusik. Sie verstehen Texte, indem Sie diese erklingen lassen. Das erklärt so manches Lesephänomen.
  • 39. Leseschnecke oder Textwiesel. Wieso Ihr Lesetempo nicht von Ihnen abhängt.
  • 40. Mit Kinderreimen wieder lesen lernen. Sie schlafen beim Lesen gut ein? Das kann auch eine Lesestörung sein.
  • 41. Mitsprechen versteht den Wörtersalat - meistens. Auch wer nichts versteht, kommt gut im Text voran. Und ganz ohne Klang geht Lesen auch.
  • 42. Viel lesen macht schnell. Sie steigern Ihre Lesegeschwindigkeit gefahrlos und zuverlässig - indem Sie nach Gefühl lesen.
  • 43. Aus vier wird eins: Die Schnellen sind unter uns. Viel-Lesen beschleunigt - Training aber eher nicht.
  • 44. Vorsicht bei Beschleunigern! Simple Methoden.
  • 45. Grenzgänger lesen gefährlich. Warum sich erfahrene Leser besonders hüten müssen.
  • 46. Die Lautmechanik pflegen. Genüßliches Vorlesen ist langsam, aber es pflegt Ihr Arbeitslesen.
  • 47. Konzentration wird K(r)ampf. Sie können sich nicht konzentrieren wollen.
  • 48. Ist Subvokalisieren Sünde? Sprich alles oder nichts! Unglaubliche Lesegeschwindigkeiten sind möglich.
  • 49. Schnell-Leser haben Weitblick. Das Ergebnis: 400 Seiten in 40 Minuten.
  • 50. Das Schnell-Lesen. Ohne Meditation: Schnell-Lesen ist ein Handwerk.

Inhaltsgleich mit »Effizient lesen« ist das Taschenbuch »Effizient und schneller lesen«; die 5. und letzte Auflage 2002 wurde im Frühjahr 2006 vom Rowohlt-Verlag ausgelistet.

»Effizient und schneller lesen« ist 2010 im Verlag »Anaconda«, Köln, neu aufgelegt worden.



Turbolesen | Lesebeschleunigung im Beruf

wird als Begleitbuch in Lesetrainings und Leseberatungen zur Pflege und machmal sogar Beschleunigung beruflich bedingten Lesens eingesetzt [vgl. www.lese-management.de] Die 112 Seiten enthalten weder Übungstexte noch Kontrollfragen. Ein ausführliches »Register«, »Nachweise « und »Literatur« helfen auch dem Autodidakten, aus dem Buch das für ihn Nützliche herauszuholen. Und das kann er erreichen:

  • Ein Lesen mit System statt Lesehast
  • Sieben Faktoren der Lesebeschleunigung nutzen
  • Ein Persönliches Lesemanagement gestalten
  • Seine Leseleistung selbst messen und beurteilen
  • Ausführliche Instruktionen für Berufslektüre und Studiertexte einsetzen
INHALT:
    Grußwort von Bernhard Jagoda: Präsident a.D. der Bundesanstalt für Arbeit
    Vorwort der Autoren
    Gebrauchsanweisung für dieses Buch
TEIL I: Sehen, sprechen, lesen
    1 - So lesen wir: Mit Leseblick und Klangtest
    2 - Die Subvokalisation: Das Sprechen steuert die Leseoptik
    3 - Blicken und Lesen: Das Lesetempo ist das Sehtempo
    4 - Das Naturtempo: In der vierten Dimension
    5 - Die Sprungtheorie: Eine falsche Annahme
    6 - Die Knüpftheorie: Erklärt die Superzeichenbildung
    7 - LB-Irrtum Nr. 1: «Blickspannen-Erweiterung«
    8 - LB-Irrtum Nr. 2: «Peripheres« Lesen
    9 - LB-Irrtum Nr. 3: «Blitzsehen«
[LB = Lesebeschleunigung]
    10 - LB-Irrtum Nr. 4: Das innere Mitsprechen unterdrücken?
    11 - LB-Irrtum Nr. 5: "Scanning" und "Skimming"
    12 - Kurzum: Sehen - Sprechen - Lesen
Lesegeschichte 1 - Mit Vokalisation: Das Lesen pflegen  

TEIL II: Maßnahmen beschleunigter Lesearbeit

    13 - Systematisches Lesen: Mit drei Strategien
    14 - Ihr Lesetempo messen: In Wörtern pro Minute (wpm)
    15 - Leseverständnis messen: Mit einem Instrument der Selbstkontrolle
    16 - Lesestrategie 2: Genau lesen mit System
    17 - Lesen mit System: Für ein Referat
    18 - Schnell einmal hindurch: «Quer« oder «sonst wie«
    19 - Arbeitschritte 1 bis 5: Blättern - und so fort
Lesegeschichte 2 - Eine Buchhändlerin klagt: Die 20-Minuten-Lösung soll helfen
    20 - Arbeitsschritt 1: Das Blättern im Sekundentakt
    21 - Textbilder nach dem Blättern: Verschaffen systematisch Überblick
    22 - Arbeitsschritt 2: Schlüsselwörter als Suchwörter finden
    23 - Die Suchworttechnik: Wörter finden, ohne zu lesen
    24 - Schlüsselwörter lesen: Die Fachvokabeln erlernen
    25 - Arbeitsschritte 2, 3 und 4: Im Umfeld der Schlüsselwörter lesen
    26 - So funktioniert sie: Die Suchworttechnik
    27 - Arbeitsschritt 4: Im Umfeld lesen
    28 - Arbeitsschritt 5: Grafiken ansehen
    29 - Arbeitsschritt 6: Mit Techniken präzisen Lesens
    30 - Technik 1: Störquellen ausschalten
    31 - Technik 2: Attraktionen entschärfen
    32 - Technik 3: Einfache Lesehilfen einsetzen
    33 - Technik 4: Leseberge klein anlegen
    34 - Technik 5: Kreative Lesepausen
    35 - Technik 6: Das Lesen vom Lernen trennen
    36 - Technik 7: Erst planen, dann lesen
    37 - Ihre Leseziele im Lernprozess: Die Ergebnisse planen und messen
    38 - Chaosmanagement: Mit den Arbeitsschritten 1 bis 6
    39 - Arbeitsschritte 7 und 8: Auswendiglernen und Exzerpieren
    40 - Kurzum: Lesen mit System
    41 - Ein klares Bild: Die Textbild-Methode
Lesegeschichte 3 - Jurisprudenz: Rechtsfälle mit Textbildern lösen
    42 - Textbild-Sorten: Was ist wozu zu gebrauchen
    43 - So entstehen Ihre Textbilder: Erarbeitung der Methode in 6 Stufen
    44 - Sieben Regeln der Textbild-Methode: So erstellen Sie gute Textbilder
Lesegeschichte 4 - Mindmapping: Zuviel der Kreativität

Lesegeschichte 5 - Fleißig gelernt: Zwei Studierende der Psychologie im Lesekurs
    45 - Mit der Textbild-Methode: Denken statt lesen
Teil III: Erhöhen der Aufnahmegeschwindigkeit
    46 - LB-Faktor 1: Schrift & Schreibe
    47 - LB-Faktor 2: Das Licht
    48 - LB-Faktor 3: Übung, Geübtsein
    49 - LB-Faktor 4: Rast und Ruhe
    50 - LB-Faktor 5: Das Mobiliar
    51 - LB-Faktor 6: Die Lese-Sicherheit
Lesegeschichte 6 - Textbild-Einsatz: Geschwindigkeit mit Sicherheit
    52 - LB-Faktor 7: Die persönliche Gesundheit
    53 - Warnungen vor der LB: Vorsicht beim Beschleunigen
    54 - Gedanken zur individuellen LB: Ist schneller sinnvoll?
    55 - Methodenprüfung: Sehr schnelles Lesen
    56 - Ein Klassiker der LB: Fernöstliche Beschleuniger
    57 - Evelyn Wood, "Reading Dynamics": Dynamisches Lesen - Schnell-Lesen
Lesegeschichte 7 - Das Schnell-Lesen: Evaluation (wissenschaftliche Bewertung)
    58 - Generelles zur LB: Im beruflichen Lesen
    59 - Ihre individuelle LB: Das Vorprogramm
    60 - Das 1. LB-Programm: Das Viellesen organisieren
    61 - Das 2. LB-Programm: Den angemessenen Lesefluß herstellen
    62 - Lesehast zerstört: Aus dem Teufelskreis ausbrechen
    63 - Kurzum: Schnell ist, wer sicher liest
    64 - Das 3. LB-Programm: Die Lesemechanik 'warten'
    65 - Kurzum: Das Lesen pflegen
    66 - Zusammenfassendes: Ein Rundfunksender berichtet
Grußwort
    (...) Je besser die Qualifikation der Menschen ist, desto geringer ist ihr Risiko, arbeitslos zu werden. Eine Grundlage für eine hohe Qualifikation ist die Lesefähigkeit. (...) Wer in der Informationsgesellschaft mitreden will, muß lesen können - effizient lesen können. Andernfalls droht die Woge der Informationen über dem Leser zusammenzuschlagen. Lesen ist nicht länger Lust, sondern Last. Das vorliegende Buch von Rotraut und Walter Uwe Michelmann wendet sich an Menschen, die im Beruf viel lesen müssen. (...) Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß Lesetechniken nützlich sein können, um Texte rascher erfassen und einordnen zu können. Ich wünsche dem Buch viele Leserinnen und Leser. Denn ich bin überzeugt, daß viele von ihnen nach der Lektüre souveräner mit der täglichen Informationsflut umgehen können.

    Bernhard Jagoda
    Präsident a.D. der Bundesanstalt für Arbeit


Das Turbo-Lesen: Eine Erste Evaluation
ISBN 978-3-9810018-2-2; erscheint 2019


Die Textbild-Methode: lesen • denken • lernen
ISBN 978-3-9810018-3-9; erscheint 2019
Lesen-Innovation

»Das Turbo-Lesen: Eine Erste Evaluation«

Ein erster Einstieg | Lesen in »unmöglichen Geschwindigkeiten«

Von Rotraut Hake-Michelmann
und Walter Uwe Michelmann


Eingangs eines im März 2001 von uns veröffentlichten Buches mit dem Thema »Berufliches Lesen kann geschult werden« schrieben wir, daß wir eine US-amerikanische Schnellleselehrmethode der 50er Jahre weiterentwickelt haben. Wir beschreiben dort einen Individualkurs, den wir »Turbo-Lesen-Training« nennen. Dieses TURBO-LESEN genannte Schnell-Lesen lehren wir als Ergänzung zu dem herkömmlichen Lesen. Mit mindestens zehnfacher Geschwindigkeit des Üblichen werden damit auch komplexe Fachtexte gelesen.

Wer davon noch nie etwas gehört hat, winkt zumeist ab. Um dem entgegenzuwirken, erwähnten wir sogleich am Anfang des Trainingsbuches die 1999 als gemeinnützig mit dem Vereinszweck »Forschung & Wissenschaft« gegründete DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR BERUFLICHES LESEN E.V., welche dieses Buch hier herausgibt.

»Reading at impossible speeds« lautet der Titel eines 1969 die amerikanische Schnellleselehrmethode »Dynamic Readings« beschreibenden Beitrags in der damals erscheinenden psychologischen Fachzeitschrift »Journal of Reading«.

Das sehr erklärungsbedürftige TURBO-LESEN in unserem auch für das Selbststudium geeigneten Trainingsbuch zur Verbesserung des herkömmlichen Lesens doch lieber wegzulassen riet uns im Dezember 2000 eindringlich der Verlagslektor FALKEN nach dem Redigieren unseres Manuskripts »Das Trainingsbuch«. Schließlich bekämen Studierende und Berufstätige eine zwar wirkungsvolle Lese- und Lernsystematik an die Hand, zudem viele neue Informationen, aber das richtige Schnell-Lesen, das TURBO-LESEN könne man ja wohl im Selbststudium nicht erlernen. Wir aber wollten auf den Hinweis nicht verzichten, daß wir dieses Schnell-Lesen lehren. Stammen doch im wesentlichen aus dieser inzwischen annähernd vierzig Jahre währenden Berufstätigkeit unsere Kenntnisse und Erfahrungen, die wir in der Arbeit für das berufliche Lesen einsetzen.

Der renommierte Hochschullehrer, welcher 1994 zu unserem Erstlingswerk EFFIZIENT LESEN - DAS KNOW-HOW FÜR ZEIT- UND INFORMATIONSGEWINN das Geleitwort schrieb, hatte damit leider kein Gutachten zu der Frage verfaßt, ob es überhaupt möglich sein könne, mit zehnfacher und höherer Geschwindigkeit des Üblichen genau zu lesen. Interessant fand er unsere medizinisch-psychologischen Modelle, mit denen wir das erklären. Viele Dinge über das Lesen habe er ganz neu gesehen, schrieb er als freundliches Geleit.

Doch auf Fragen von Journalisten oder Interessierten an unserer Arbeit, was denn er als Fachmann von dem TURBO-LESEN halte, antwortete er stets vorsichtig; zum Beispiel, daß er es selbst zwar nicht beherrsche, aber in all den Jahren nichts Nachteiliges über uns gehört habe, sodaß er annehme, daß unsere Arbeit am beruflichen Lesen ernst genommen werden könne.

Gegenwärtig sei das schnelle Lesen theoretisch so unmöglich wie praktisch geläufig, war 1974 in einem Lehrbuch der Kognitionspsychologie zu lesen. Dieser Widerspruch ist bis heute nicht aufgelöst. Der gemeinnützige Verein DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR BERUFLICHES LESEN E.V., der sich wissenschaftlich mit den Grundlagen und Neuerungen der Lesefertigkeit befaßt, arbeitet an der Auflösung des Widerspruchs. In der Satzung der Gesellschaft ist zur Erfüllung des Vereinszwecks die Herausgabe einer Fachzeitschrift verankert. Als Vorbild dient das »Journal of Reading«, in dem 1969 Aufsätze unter anderem zu dem Thema »impossible speeds« veröffentlicht wurden. Lediglich eine erste Ausgabe der FACHSCHRIFT FÜR LESEN-INNOVATION & ERGONOMIE-STGUDIEN | L.I.E.S. zu veröffentlichen gelang der gemeinnützigen Gesellschaft bisher.

Mit fundierten Geschichten und ein wenig Systematik wagen die Auoren in diesem Buch hier eine erste Bewertung der Fertigkeit TURBO-LESEN und wie sie geschult und angewandt wird. Den Titel dieses Buches DAS TURBO-LESEN verdanken wir Journalisten. Die Titelei TURBOLESEN | LESEBESCHLEUNIGUNG IM BERUF des im Jahre 2001 erschienenen TRAININGSBUCHS, mit welchem berufliches Lesen lediglich in den Grenzen herkömmlichen Lesens verbessert und manchmal auch ein wenig beschleunigt werden kann, sollte die Namensgebung »Turbolesen/Das Turbo-Lesen« schon einmal ein wenig schützen.

Windeck-Leuscheid, im November 2018